an der Martin Luther-Grundschule Werdohl
 

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit oder sozialer Ungleichheit wird nachhaltiges Denken und Handeln zu einer wichtigen Aufgabe von Schule und Bildung.
Die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein Bildungskonzept, das Schülerinnen und Schüler dazu befähigen soll, verantwortungsvoll mit Umwelt, Gesellschaft und Ressourcen umzugehen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Entwicklung so gestaltet werden kann, dass auch zukünftige Generationen gut leben können.
Nachhaltige Entwicklung bedeutet dabei, heutige Bedürfnisse zu erfüllen, ohne die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu gefährden.
Eine wichtige Grundlage für nachhaltige Entwicklung sind außerdem die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Dabei handelt es sich um 17 globale Nachhaltigkeitsziele, die 2015 im Rahmen der Agenda 2030 beschlossen wurden. Sie umfassen unter anderem Themen wie hochwertige Bildung, Klimaschutz, nachhaltigen Konsum, Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit und den Schutz von Ökosystemen. Die Ziele sollen weltweit dazu beitragen, Armut zu verringern, die Umwelt zu schützen und eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft zu schaffen.
Auch wir als Schule wollen uns auf den Weg machen, nachhaltige Entwicklungen in unser Leben und Lernen in der Schule zu integrieren. Dabei ist BNE kein eigenes Schulfach. Vielmehr soll sie in verschiedene Fächer, Projekte und den gesamten Schulalltag integriert werden.
Passend zu unserem Leitsatz „Gemeinschaft leben – Verantwortung lernen“ ist es das Ziel von BNE, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, zukunftsfähig zu denken und verantwortungsvoll zu handeln. Sie sollen globale Zusammenhänge verstehen, die Folgen ihres Handelns reflektieren und an nachhaltigen Lösungen mitwirken.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einen Einblick geben, in welchen Bereichen wir uns auf den Weg gemacht haben, um gemeinsam ein zukunftsfähiges Denken und Handeln zu entwickeln.



Ganzheitliche Gesundheitsförderung 

Nur wer auf sich selbst achtet, kann für andere da sein! Aus diesem Grund setzen wir an unserer Schule den Grundstein für ein gesundheitsbewusstes Leben. Dazu zählt neben regelmäßigen Zahnprophylaxen beispielsweise auch unser Schulobst, das jeden Tag Morgen frisch für die Kinder zubereitet wird.
Auch das regelmäßig stattfindende Programm Klasse 2000 führt die Kinder an ein gesundes Leben heran und regt sie, wie auf den Bildern zu sehen ist, zum Entdecken an. So lernen sie zum Beispiel, wie ihre Atmung und ihr Herzschlag funktionieren oder stellen in Kooperation mit der Zahnärztin ihre eigene Zahnpasta her. Die größeren Kinder aus Klasse 3 und 4 dürfen zudem an dem Programm Mein Körper gehört mir teilnehmen. Das dient dazu, über sexuellen Missbrauch und den eigenen Körper aufgeklärt zu werden.





Gelebte Demokratie

Demokratie lässt sich am besten begreifen, wenn man sie selbst erfährt. So erleben unsere Schülerinnen und Schüler nahezu jeden Tag, was es bedeutet, mitbestimmen zu können und Entscheidungen zu treffen.
Im Kleinen beginnt es in jeder Klasse mit den Klassensprechern und weitet sich auf das Schulparlament aus. So sind beispielsweise mit den Schülervertretern aller Klassen die Schulregeln sowie die Regeln des Schutzkonzeptes und vieles mehr entstanden, die jedes Kind nun in seinem oder ihren Schulplaner nachlesen kann.




Nachhaltige Schule

Wir, als Schule, wollen ein Vorbild sein und den Kindern den Umweltschutz näherbringen, indem wir ihn tagtäglich, hier, an unserer Schule leben.
Dazu werden die Kinder schon in Klasse 1 an das Thema Mülltrennung herangeführt und bringen ihren Müll aus der Klasse selbst zu den großen Müllcontainern. Außerdem nutzen die Kinder Gästehandtücher anstelle von Papiertüchern, um sich die Hände abzutrocknen.





Transparente Schulkultur

Wir wollen Transparenz - und zwar für jede und jeden von uns. Kinder sowie Eltern. Daher ist es uns wichtig, mit allen offen zu kommunizieren und das Recht auf Mitbestimmung überall, wo es möglich ist, zu berücksichtigen.
Das lässt sich besonders gut in unserem Schulplaner und den einzelnen Klassen beobachten. Aber auch unser Monatsblatt informiert Sie als Eltern, Erziehungsberechtigte oder weitere Außenstehende sowie die Kinder über unseren Schulalltag und besondere Momente, die wir mit allen teilen möchten.





Chancengleichheit

Jedes Kind hat ein Recht auf gute Bildung! Daher geben wir jeden Tag unser Bestes, um allen Kindern die gleichen Bedingungen für das Lernen an unserer Schule zu bieten. Unser Angebot reicht von Schulobst, über eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung oder das Ausprobieren verschiedener Instrumente im Musikunterricht. Zusätzlich gibt es an unserer Schule einen Klassensatz Roller, mit dem im Sportunterricht das Rollerfahren erlernt werden kann.




Wir sind Mobil

Nicht nur die Bewegung liegt uns am Herzen, sondern auch das frühe Heranführen an die Teilnahme im Straßenverkehr; als Fußgänger, als Roller- oder Fahrradfahrer.
Daher bieten wir in Zusammenarbeit mit der Polizei ab Klasse 1 immer wieder Angebote an, um den Kindern den sicheren Umgang im Straßenverkehr zu vermitteln. Was in Klasse 1 zu Fuß geschieht, wird in Klasse 4 auf dem Fahrrad absolviert.






Naturnahes Schulgelände


Das Thema Natur lässt sich bei uns nicht nur im Unterricht wiederfinden; es wird auch außerhalb der Klassenräume, zum Beispiel auf dem Schulhof deutlich, dass uns die Natur am Herzen liegt und wir diese Verbundenheit an die Kinder weitergeben wollen. Um die Schule herum gibt es daher viel zu entdecken. Die neunen Erstklässlerinnen und Erstklässler haben im Sachunterricht mit ihren Lehrerinnen und Lehrern Frühblüher-Zwiebeln eingepflanzt und können nun im Frühling ihr Werk bewundern.





Projektwochen zum Thema BNE


Für ein tiefgreifendes Verständnis der Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz: BNE) wird den Themen Nachhaltigkeit und Natur und Umwelt alle paar Jahre eine ganze Projektwoche gewidmet. Die Bilder zeigen das vorübergehende Hühnergehege auf dem Schulhof, kleine Lernhefte zum Thema Wald und Aspekte zum Thema Frieden.






Umweltbildung in Klassenstufe 1

Durch abwechslungsreiche Experimente und Versuche bringen wir den Kindern, besonders im Sachunterricht, das Forschen und Entdecken näher.
Das soll sie dazu befähigen, mit offenen Augen und Neugierde durch die Welt zu gehen sowie die Natur und ihre Umwelt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Bilder zeigen einen Ausschnitt davon aus dem Unterricht.







Umweltbildung in Klassenstufe 2


Die Zweitklässler haben jedes Jahr die Möglichkeit, den Weg eines Getreidekorns mitzuverfolgen – von der Aussaat bis zur Ernte und der Verarbeitung zu Brot. Dazu wird nicht nur selbst Getreide in der Schule ausgesät, sondern auch der langjährige Kooperationspartner, Bauer Crone wird besucht.

Vor dem Mähdrescher sehen die beiden Klassen ziemlich klein aus. Zusätzlich konnten die Kinder zusammmen mit Bauer Corne höchst persönlich das Feld und das dort wachsende Getreide erkunden.






Umweltbildung in Klassenstufe 3


Am Beispiel der Kartoffel wollen wir den Kindern Stoffkreisläufe und den Wachstums- sowie Ernteprozess im Kleinen zeigen. Dadurch erhalten sie ein Beispiel für die Prozesse, die hinter den Produkten, die sie im Supermarkt kaufen, stecken und werden dafür sensibilisiert. Dabei werden sie tatkräftig von Bauer Crone unterstützt, der sie zur Kartoffelernte mitnimmt und ihnen viel zu der Kartoffel erzählt.





Umweltbildung in Klassenstufe 4

Unter dem Aspekt des Forschens bauen die Kinder der Klasse 4 jedes Jahr im Sachunterricht eigene Stromkreise. Dabei geht es jedoch nicht nur um das Thema Strom an sich, sondern es wird auch der Aspekt der Nachhaltigkeit thematisiert sowie auch die erneuerbaren Energien, wie z.B. Windkraft oder Solarenergie. 

Die Bilder zeigen einige Produkte, die im Unterricht durch die Kinder entstanden sind.